Astrologie im Mai 2017

Ego-Strukturen in Bedrängnis

Tendenzen im Überblick:

* 2. bis 9. Mai: Verborgene Seelenwünsche (Lilith) werden erkennbar (Mars); „Egoreduktion“ (je nach Einstellung und Bewusstheit als erfüllend oder spannungsreich erlebt); große Chancen für Erkenntnis;
* um den 10. Mai herum können dann die zu den Ereignissen gehörenden, oft überraschenden (Uranus) Einsichten in unser Bewusstsein (Merkur) kommen;
* am 12. Mai erreicht der Mars-Einfluss auf Jupiter (wirksam vom 5. bis 19.5.) seinen Höhepunkt, der dann auch vor massiven Mitteln zum Erreichen einer neuen Harmonie, d.h. zur Überwindung alter Ego-Strukturen nicht zurückschreckt;
* 13. bis 26. Mai (Jupiter in Opp. zu Venus): Fortschritt in Venus-Angelegenheiten (Initiativen hierzu lohnen sich); harmonische Weiterentwicklungen – individuell und in Beziehungen – leicht möglich (Saturn im Trigon zu Uranus); bis 19.5. zusätzliche Energetisierung des Jupiter durch Mars;
* 22. Mai bis 4. Juni: Mars konkretisiert spirituelle Weiterentwicklung (Saturn Trigon Uranus) durch Ereignisse auf der persönlichen Ebene (wie schon Anfang Mai als erfüllend oder spannungsreich erlebt); Ziele: weitere „Egoreduktion“, sich einschwingen in die universelle Bewusstheit. (Überraschungen kann dabei besonders der 31.Mai bereithalten.)
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Mai-2017-Themen im Einzelnen weiter beleuchtet:

Energetisierte Lilith
Bis zum 9. Mai drängt Mars (Zwillinge) die Lilith (Schütze) dazu, neue bisher verborgene Seelenwünsche zu erkunden und an die Oberfläche zu holen. Dabei können Verhärtungen und alte überkommene (Ego-)Strukturen bisweilen auch recht gewaltsam in Bewegung gebracht werden.

Starker Jupiter – wenig blockierender Saturn
Immer noch wirkt ein starker Jupiter in der Waage (den ganzen Mai über im Quadrat zu Pluto). Jupiter wird dabei auch noch weniger als sonst durch Saturn zurückgehalten. Letzterer ist durch das Trigon zu Uranus mehr als üblich zur Öffnung neuer Türen bereit, wenn wir nur etwas Willen zur Erneuerung zeigen. Dieser Wille muss allerdings in unserem Herzen verankert sein (Waage) und höheren Gesetzen als denen des Egos entsprechen (Saturn beim Galaktischen Zentrum im gesamten Mai).

Da Uranus den ganzen Monat über bei der riesigen Andromeda-Galaxie steht, möchten seine Erneuerungsbestrebungen uns mit völlig neuen Welten in Verbindung bringen, sind für uns deshalb in der Regel aber ebenfalls recht heftig – je nach Ego-Widerstand angenehm oder unangenehm – spürbar.

Durch den Mars-Einfluss vom 5. bis 19.5. merken wir Jupiter mehr als sonst auf einer sehr persönlichen Ebene. Trotz des im Grunde harmonischen Trigon-Aspekts, können wir den Drang nach Veränderung im Sinne des Ausgleichs und der Harmonisierung wiederum als heftig und bisweilen unangenehm erleben.

Vom 13. bis 26.5. wird durch die Opposition von Jupiter zu Venus die Erneuerungsthematik auch auf Beziehungen und Partnerschaften ausgedehnt. Sind wir sowieso bereit, hier mehr bedingungslose Liebe fließen zu lassen, können wir unangenehmen Mars-Eigenschaften den Wind aus den Segeln nehmen. Dann sind neue Erfahrungsebenen von Harmonie und Synergie (trotz ggf. unterschiedlicher Standpunkte) in einer freudvollen bis faszinierenden Weise möglich.

Mars tritt auch zu Saturn und Uranus

Am 22.5. beginnt Mars sowohl ein Sextil zu Uranus (bis 9.6.) wie auch eine Opposition zu Saturn (bis 5.6.). Unsere geforderte größere Ausrichtung auf weiterreichende Erneuerung (Uranus bei Andromeda) und Ego-Reduktion (Saturn beim Galaktischen Zentrum) erhält dann auch von dieser Seite her wiederum heftig Druck.

Nehmen wir jedoch – wie schon in der ersten Mai-Dekade – unser Ego zurück und erlauben wir es den Seelenkräften in uns, die Führung zu übernehmen, müssen wir eigentlich nicht viel tun – außer darüber zu staunen, wie sinnvoll und zielgerichtet sich alles ganz „von selbst“, also aus dem Selbst heraus entwickelt. Bisweilen kann es uns dann in der Tat so vorkommen als dürften wir einen Blick ins Paradies tun. Doch durch auch nur minimale Ego-Dominanz erleben wir gleich wieder die „harte Realität“, die doch nur einen Spiegel für unsere persönlichen und kulturellen Ego-Projektionen darstellt.

Somit ist es immer wieder schade, dass unsere Kultur uns keine Ego-Reduktions-Mechanismen lehrt – so wie es Bill Plotkin von den Indigenen in Nordamerika erzählt. Von dort können wir zumindest ein paar Hinweise darauf bekommen, wie wir in der dritten Maidekade unser Ego ein wenig in den Hintergrund bitten können (wie im ersten Text dieser Mail kurz dargestellt). Vielleicht gelingt es uns auch, es davon zu überzeugen, dass es selbst ja etwas von einem friedlicheren, Seelen-orientierten Zustand „seines Menschen“ haben wird? Dazu muss es vor allem seine Rechthaberei und seine Weigerung, sich zu entwickeln und Veränderungen zu erlauben aufgeben.

Alles Gute dabei!

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